Prozess am Amtsgericht

Mietstreit in Heidenheim: War die Eigenbedarfskündigung nur ein Vorwand?

Am Amtsgericht Heidenheim müssen sich ein Großvater und sein Enkel wegen einer angeblich vorgetäuschten Eigenbedarfskündigung und damit verbundenen Falschaussage verantworten. Hinter dem Fall steckt auch eine persönliche Geschichte.

Einst verstanden sie sich bestens, verbrachten viel Zeit miteinander und halfen einander. Doch von dieser Vertrautheit ist nichts geblieben. Als sich ein 71-jähriger Vermieter und seine ehemalige Mieterin vor dem Amtsgericht Heidenheim wiederbegegneten, war deutlich zu spüren, wie tief die gegenseitige Abneigung inzwischen sitzt. Aus dem einst guten Verhältnis war ein erbitterter Streit geworden – um enttäuschte Erwartungen, eine drastische Mieterhöhung und schließlich eine Eigenbedarfskündigung. Die brachte den Vermieter und seinen 21-jährigen Enkel nun sogar auf die Anklagebank.

Der Vorwurf: Der Enkel soll in einem früheren Zivilprozess wahrheitswidrig behauptet haben, er wolle in die Wohnung seines Großvaters an der Giengener Straße einziehen. Der Großvater soll ihn zu dieser falschen uneidlichen Aussage angestiftet haben. Tatsächlich zog der junge Mann nie dort ein.