Es stellt sich nicht die Frage, ob wir Kindern oder Tauben helfen sollten. Die eigentliche Frage lautet doch: Warum glauben wir immer wieder, Mitgefühl müsse aufgeteilt werden? Wer sich für Stadttauben engagiert, tut dies meist ehrenamtlich, mit eigener Zeit, eigenem Geld und viel persönlichem Einsatz. So auch im Rewe-Parkhaus momentan.
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Dieses Engagement nimmt keinem Kind Hilfe weg. Eine Gesellschaft beweist ihre Menschlichkeit nicht dadurch, dass sie Leid gegeneinander aufrechnet, sondern indem sie Verantwortung übernimmt. Überall dort, wo sie nötig ist. Richtiges Mitgefühl kennt keine Rangliste. Schließlich sind auch Stadttauben das Ergebnis menschlichen Handelns und damit auch ein Stück unserer Verantwortung. Und dann stellen sich jetzt bitte noch alle, die so etwas belächeln und mit „ja, aber“ kommen, die Frage: Was tue ich für eine bessere Welt?
Jasmin Fröhlich, Giengen