Haushaltseinbringung

Klinikum, Schulden, Investitionen: So plant der Landkreis Heidenheim für 2027

Das Klinikum Heidenheim macht weiterhin Millionenverluste, gleichzeitig stehen Investitionen an. Wie der Landkreis das finanzieren will, und warum die Schulden bis 2030 auf fast 140 Millionen Euro steigen könnten, erläuterte Landrat Peter Polta bei der Vorstellung des Haushalts 2027.

Fast 140 Millionen Euro Schulden bis zum Ende des Jahrzehnts, ein Klinikum, das Jahr für Jahr Millionenverluste schreibt, und gleichzeitig Bereiche wie Bildung, Mobilität und Katastrophenschutz stärken: Dem Landkreis Heidenheim stehen finanziell schwierige Jahre bevor. Dennoch will Landrat Peter Polta an wichtigen Investitionen festhalten und vor allem eines nicht infrage stellen: das eigene Klinikum. Bei der Einbringung des Haushalts 2027 am Montag im Kreistag machte er deutlich, dass der Landkreis dafür erhebliche finanzielle Belastungen in Kauf nimmt. Gleichzeitig sollen die ohnehin klammen Städte und Gemeinden geschont werden.

Poltas Haushaltsrede geriet in Teilen zu einer politischen Grundsatzrede, in der er nicht nur die Schwerpunkte für das kommende Jahr absteckte, sondern auch deutliche Forderungen an Bund und Land richtete. Wie eng die finanziellen Spielräume inzwischen sind, verdeutlichte anschließend Kreiskämmerer Jürgen Eisele mit Zahlen.