Im Kunstmuseum Heidenheim soll der größte gemeinschaftliche Holzschnitt der Welt entstehen
„Als ich meine ersten Holzschnitte versuchte, war ich mir ganz sicher, dass diese neue Krankheit bald vorübergehen würde.“ Ganz unrecht hatte der gebürtige Heidenheimer Künstler Detlef Willand mit dieser Aussage seinerzeit nicht. Die „Heilung“ in Form von abstrakter Kunst sorgte im Laufe des 20. Jahrhunderts durchaus dafür, dass das Interesse am Holzschnitt beständig sank. „Das Thema findet auf dem Kunstmarkt derzeit eher weniger statt“, weiß auch Heidenheims Kunstmuseumsleiter Marco Hompes. Höchste Zeit, das Hochdruckverfahren genau dort, im Kunstmuseum, wieder zum Thema zu machen. Zwei neue Ausstellungen, „Trommler, Tiere, Totentänze“ und „The Edge of Intimacy“, widmen sich ab 25. Oktober einer etwas in Vergessenheit geratenen Kunstform.
Ausgangspunkt ist die Sammlung von Ruth und Martin Wittmann. Die gab es – manche werden sich erinnern – vor fast 20 Jahren schon einmal in Teilen im Kunstmuseum zu sehen. Nach dem Tod des Ehepaares vor wenigen Jahren ist auch der Rest der Kollektion in den Besitz der Stadt Heidenheim und somit auch in den des Kunstmuseums übergegangen. Letzteres wurde – auch hier werden sich manche erinnern – 1987, als das Gebäude noch als Volksbad bekannt gewesen ist, renoviert und in das kommunale Museum umgewandelt, das es heute ist. Der Architekt hinter diesem Umbau: Martin Wittmann.
