Konstruktion ruht auf Widerlagern

Die neue Heidenheimer Eisenbahnbrücke ist am Ziel angekommen

Am Montag, 17. August, begann das Einheben der neuen Heidenheimer Eisenbahnbrücke. Tags darauf erreichte die Stahlkonstruktion ihr Ziel. Das waren die letzten Schritte:

Zum Ende hin war’s dann fast schon Millimeterarbeit: Am Dienstagnachmittag hat die neue Heidenheimer Eisenbahnbrücke ihre endgültige Position erreicht. Auf zwei mächtigen Widerlagern aus Beton ruhend, überspannt sie jetzt am südlichen Ende des Bahnhofsgeländes die Brenz und den Verbindungsweg zwischen Ost- und Innenstadt. Diese sogenannte Piltz’sche Unterführung wird in den nächsten Monaten barrierefrei umgebaut und künftig in einer Wanne verlaufen, die nach starken Regenfällen leergepumpt werden kann.

Zahlreiche Interessierte verfolgten erneut vom Fußweg an der Kanalstraße und vom Totenberg aus, wie die markante blaue Stahlkonstruktion die nach dem Beginn der Arbeiten am Montag noch verbliebenen Meter zurücklegte. Zum Einsatz kam dabei ein vielachsiges Schwerlast-Modulfahrzeug, das zuvor auf der Flussseite neben das südliche Widerlager manövriert worden war. Im Zusammenspiel mit dem Großraupenkran, der die Brücke am anderen Ende in Position hielt, wurde anschließend die Lücke geschlossen.

Die neue Brücke wiegt rund 600 Tonnen. Sie ist etwa 62 Meter lang und ragt in der Mitte der beiden Bögen 12,55 Meter in die Höhe. Am Sonntag, 13. September, sollen erstmals Züge auf der Überführung rollen, die zwei mehr als 120 Jahre alte Brücken ersetzt.