Leitartikel Klartext

Gesundheit, lokale Akteure und Müllentsorgung: Vom Finden der richtigen Prioritäten

Was ist wirklich wichtig im Leben? Diese Frage fiel HZ-Redaktionsleiterin Silja Kummer in dieser Woche bei mehreren Themen ein.

Immer dann, wenn Zeit oder Ressourcen endlich sind, muss man Prioritäten setzen. Also eigentlich immer, denn zumindest die Lebenszeit ist bei jedem von uns begrenzt. Schmerzlich bewusst wird einem dieses Thema immer dann, wenn wir selbst oder geliebte Menschen lebensgefährlich erkranken.

Die zweite Typisierung fand rund um die Voith-Arena statt. 455 Menschen ließen sich am vergangenen Samstag für die DKMS  registrieren.

„Habe keine Worte dafür“: So erfolgreich verlief die DKMS-Aktion beim Heimspiel des 1. FC Heidenheim

Rund um das Heimspiel auf dem Schlossberg fand eine Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei statt, die von Eren Dinkci und seiner an Leukämie erkrankten Partnerin Cinja inszeniert worden war. 455 Menschen ließen sich am Samstag bei der DKMS registrieren. Was Eren Dinkci zu der Aktion sagt:
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Heidenheim
Bewegende Worte von Eren Dinkci

Vor diesem Hintergrund war es am vergangenen Wochenende sicherlich sehr wichtig, dass die Leukämieerkrankung der Lebensgefährtin von Eren Dinkci beim Heimspiel des 1. FC Heidenheim mit der Typisierungsaktion der DKMS ein Platz eingeräumt werden konnte. Großartig war dann auch das Tor des FCH‑Stürmers. Dass ausgerechnet er den Verein zur 2:0-Führung schoss, hat ihm wahrscheinlich jeder einzelne Zuschauer in der Voith-Arena von Herzen gegönnt.

Nein zur AfD

In die falsche Richtung verschoben haben sich die Prioritäten am 7. Juni auf dem Heidenheimer Schlossberg: Der Schlossberg-Erlebnistag musste weichen, weil das Congress Centrum an die AfD für deren Landesparteitag vermietet wurde. Tausende Besucherinnen und Besucher beim Schlossbergspektakel hiesiger Vereine, ein Landesparteitag mit entsprechendem Sicherheitsaufgebot und Demonstranten, die sich gegen die in Teilen rechtsextreme Partei wenden – das geht nicht zusammen.

2025 versammelten sich in Heidenheim rund 4000 Menschen zum friedlichen Protest gegen einen Wahlkampf-Auftritt der AfD.

Absage des Schlossberg-Erlebnistags in Heidenheim: Das sagen der Verantwortliche und die AfD

Kultur, Sport und Vereine ziehen bei der Absage des Schlossberg-Erlebnistags den Kürzeren. Wie konnte es passieren, dass zwei Großveranstaltungen auf dem Heidenheimer Schlossberg gleichzeitig geplant wurden? Das sagen Ruven Becker, verantwortlich für die Vermietung, und die Landesgeschäftsstelle der AfD:
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Heidenheim
Wegen AfD-Landesparteitag

Die Absage ist nachvollziehbar, die Vermietung des Congress Centrums nicht. Vor allem nicht, nachdem der CC-Geschäftsführer Ruven Becker auch noch erklärt hat, dass der Termin erst im März auf das Wochenende 5. bis 7. Juni verschoben wurde. Spätestens hier hätte das Nein den Parteigängern der Rechtspopulisten und nicht den lokalen Akteuren des Schlossberg-Erlebnistags gelten sollen.

Großes Interesse am Thema Müll

Hohe Priorität hat bei unseren Leserinnen und Lesern das Thema Müll: Der Bericht der Kollegin Karin Fuchs zu den geplanten Änderungen bei der Entsorgung und den Gebühren war der am meisten gelesene Text der Woche.

Millimeterarbeit an der Waage: An einem Fahrzeug des Entsorgungsunternehmens WRZ Hörger wird eine Mülltonne entleert und dabei automatisch gewogen.

Landkreis Heidenheim plant Ende des Müllwiegens – Gelbe Tonne könnte kommen

Das neue Abfallwirtschaftskonzept bringt weitreichende Veränderungen für die Haushalte im Landkreis Heidenheim mit sich. Neben technischen Erneuerungen steht ein Systemwechsel bei der Gebührenabrechnung für Restmüll im Raum. Auch die Gelbe Tonne könnte kommen.
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Heidenheim
Abfallwirtschaftskonzept

Das ganze Müllkonzept ist auf einen Zeitraum von zehn Jahren angelegt, und viele Details sind noch gar nicht beschlossen. Aber wir können jetzt schon versprechen: Wir bleiben am Thema dran. Weil alles Lokale bei uns Priorität hat.