Wirtschaft

WirO wählt Polta zum Vorsitzenden: Fokus auf die Unterstützung der Wirtschaft

Der Aufsichtsrat der Wirtschaftsfördergesellschaft WirO hat Heidenheims Landrat Peter Polta zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (Wiro) im Landratsamt Ostalbkreis wurde Peter Polta, Landrat des Landkreises Heidenheim, einstimmig zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. „Ich freue mich sehr über die Wahl und danke den Mitgliedern für ihr Vertrauen“, so Landrat Polta. Sein Stellvertreter ist künftig Landrat Dr. Joachim Bläse, Landrat des Ostalbkreises. Auch er wurde einstimmig gewählt. In einer Gesellschaftervereinbarung hatten der Landkreis Heidenheim und der Ostalbkreis im Jahr 2020 vereinbart, den Aufsichtsratsvorsitz und dessen Stellvertretung alle zwei Jahre wechseln zu lassen.

Der Landkreis Heidenheim und der Ostalbkreis haben die Wiro vor 30 Jahren gegründet und sind ihre Gesellschafter. Im Rahmen der aktuellen Sitzung bekannten sie sich erneut zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit in der regionalen Wirtschaftsförderung, richteten den Blick aber auch in Richtung Zukunft: „Gemeinsam wollen wir die politischen und fachlichen Strukturen der regionalen Wirtschaftsförderung weiterentwickeln. Dazu haben wir Gespräche mit möglichen weiteren Gesellschaftern geführt. Unser Ziel ist eine Wirtschaftsregion Ostwürttemberg, die die Interessen der Region noch stärker bündelt, Städte und Gemeinden sowie Unternehmen unterstützt und die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig stärkt“, erklären die beiden Landräte Dr. Joachim Bläse und Peter Polta. Finanzielle Unterstützung erhält die Wiro von ihren Partnern, den Kreissparkassen Ostalb und Heidenheim sowie der EnBW ODR AG.

Fokus auf industriell geprägte Region Ostwürttemberg

Darüber hinaus war die wirtschaftliche Lage in Ostwürttemberg Diskussionspunkt der Aufsichtsratssitzung. Das Gremium sieht die Region mit ihrer stark industriell geprägten Basis und einem breiten Branchenmix im Vergleich zu anderen Regionen zwar grundsätzlich robuster aufgestellt, dennoch gerieten die Unternehmen zunehmend unter Druck. Industriearbeitsplätze seien gefährdet oder bereits verloren gegangen. Auch das Handwerk verzeichne Auftragsrückgänge. Die Investitionsbereitschaft bleibe verhalten, die Inlandsnachfrage stagniere weitgehend. Hier sind aus Gremiensicht Bund und Land gefordert, schnell und effektiv gegenzusteuern.

Auch das Thema Klimaschutz im Kontext Wettbewerbsfähigkeit kam zur Sprache. Das Gremium würdigte die langfristig gesunkenen Treibhausgasemissionen in Deutschland als wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Zugleich wurde betont, dass sich die internationalen Rahmenbedingungen für Industrie und Klimaschutz unterscheiden. Für den Standort Deutschland komme es deshalb darauf an, Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit gemeinsam zu sichern. Hohe Energiekosten, umfangreiche Vorgaben und eine im internationalen Vergleich geringere Förderung könnten Investitionsentscheidungen zulasten des Standorts beeinflussen. Diese Nachteile müsse die Politik auf Landes- und Bundesebene stärker berücksichtigen.