Weltkindertag: Rund 800 Kinder spielten und tobten im Heidenheimer Osterholz
Das Osterholz war am Sonntag die Anlaufstelle in Heidenheim, allen voran für Kinder. Auf dem Gelände des Werkgymnasiums fand anlässlich des Weltkindertags ein Spielefest mit Bühnenprogramm und Spielstationen statt und zog so viele Besucherinnen und Besucher an wie seit einigen Jahren nicht mehr.
So resümiert Britta John, Geschäftsführerin des Kinderschutzbunds, der das Spielefest gemeinsam mit der Stadt Heidenheim und 30 Vereinen, Schulen und Kindergärten auf die Beine gestellt hat. Die Parkplätze an der Schule, beim nahegelegenen Supermarkt und am Straßenrand seien von Beginn an um 13 Uhr bis zum Schluss gegen 18 Uhr gut frequentiert gewesen. John schätzt die Zahl der Kinder auf etwa 800. Mit den Erwachsenen dürften es um die 1500 Besucherinnen und Besucher gewesen sein. „Bereits nach drei Stunden waren die vorgedruckten 400 Stempelkarten aus, sodass Kinder die Rückseite verwenden mussten“, erzählt die Geschäftsführerin des Kinderschutzbunds, die sich im Rückblick über ein sehr gelungenes Fest freut.
Bewegung, Geschicklichkeit und Kreativität
Spiel und Spaß standen einmal mehr im Mittelpunkt. Es gab zahlreiche Bewegungs- und Geschicklichkeitsspiele, wie eine Rallye, einen Bobby-Quad-Parcours, ein Hockeyfeld sowie Wurfnetz, Bogenschießen und Dosenwerfen, Schach und Entenangeln. Kreativ sein konnte man beim Basteln oder beim Gestalten von Perlenarmbändern. An manchen Stationen konnten die Kinder bei einem erfolgreichen Durchgang Stempel sammeln. Eine volle Stempelkarte konnte der Nachwuchs gegen ein Geschenk – eine Seifenblasenflasche – eintauschen.
Eine Änderung beim Bühnenprogramm gab es, sonst konnte alles wie geplant stattfinden: Der Auftritt der Bodenturner des SV Bolheim musste entfallen, für sie sprang spontan die Computerspielschule ein. Drei Vertreter nahmen live auf der Bühne eine neue Folge ihres WASD-Podcasts auf, für die sie sich gegenseitig interviewten. Der Podcast widmet sich den Themen Gaming, 3D-Druck und Brettspiele.
Kinderbuchautorin aus Mergelstetten las vor
Ein weiterer Höhepunkt für die Geschäftsführerin des Kinderschutzbunds war die Lesung von Melanie Morbitzer. Die Kinderbuchautorin aus Mergelstetten stellte ihr zweites Werk „Der Mutfuchs“ vor, das Schulanfänger vor und während der ersten Klasse mit ermutigenden Tiergeschichten begleiten soll. Dabei lud Morbitzer die Kinder zum Mitmachen ein. Am Ende der Lesung rief der Nachwuchs gemeinsam im Chor: „Ich bin mutig, ich bin stark.“
Ebenfalls zum ersten Mal im Programm war die Polizei mit ihrem Vortrag „Sicher im digitalen Raum“. Ein Polizeibeamter klärte über die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen auf. Laut John interessierten sich vor allem Erwachsene für die wichtigen Informationen, also „genau die richtige Zielgruppe“.
