Apothekerin zieht weg

Wie geht's weiter mit der Karl-Olga-Apotheke in den Schloss Arkaden Heidenheim und der Steinheimer Steinhirt-Apotheke?

Die Heidenheimerin Dr. Caroline Ausbüttel schlägt privat ein neues Kapitel auf. Was das für die Karl-Olga-Apotheke in Heidenheim und die Steinhirt-Apotheke in Steinheim bedeutet:

Es war die Liebe, weshalb Dr. Caroline Ausbüttel einst von Frankreich auf die Ostalb kam. Nun ist es wieder die Liebe, weshalb die Heidenheimer Apothekerin ein neues Lebenskapitel aufschlägt und nach Dortmund zieht. Dort lebt ihr Ehemann, ebenfalls Apotheker, dorthin pendelt sie seit 14 Jahren an den Wochenenden. Jetzt hat sie entschieden, ihren Lebensmittelpunkt komplett ins Ruhrgebiet zu verlegen.

Einen Nachfolger für ihre beiden Apotheken, die Karl-Olga-Apotheke in den Heidenheimer Schloss-Arkaden sowie die Steinhirt-Apotheke in Steinheim, hat sie gefunden: Der Dinkelsbühler Apotheker Michael Scheuerlein übernimmt die beiden Standorte samt allen 50 Beschäftigten und dem bestehenden Konzept. Wie Ausbüttel erzählt, stammt ihr Nachfolger aus einer Apothekerfamilie, die in Dinkelsbühl angestammt ist.  Mit dem Bruder und der Schwägerin, Florian und Barbara Scheuerlein, ebenfalls beide Apotheker sowie schon der Vater, wird er die beiden Apotheken ab 1. Juli weiterführen.

Vor 16 Jahren übernahmen Caroline Ausbüttel die Apotheke in Heidenheim

Ausbüttel studierte in Frankreich Pharmazie, kam 1995 in den Landkreis Heidenheim und arbeitete zunächst in einer Apotheke in Gerstetten. 2001 wechselte die Französin mit deutschem Pass in die Karl-Olga-Apotheke, erlebte die Übergangszeit mit, als Beratung und Verkauf während des Baus der Schloss-Arkaden in einen Container ausquartiert war. Als Vorbesitzer Rolf Dietrich sich altersbedingt zurückzog, übernahm Caroline Ausbüttel, damals noch Dr. Caroline Drouin, im Februar 2008 die Apotheke. 2009 kam die Apotheke am Ottilienberg hinzu, ein Jahr später folgten in Steinheim die Steinhirt- und die Albuch-Apotheken. Die Apotheke am Ottilienberg ist schon längere Zeit geschlossen, die Konzentration in Steinheim auf einen Standort erfolgte dieses Jahr.

Leicht fällt Caroline Ausbüttel der Abschied nach all den Jahren nicht. „Ich liebe meinen Job, meine Mitarbeiter und meine Kunden, aber nun ist es an der Zeit für diesen Schritt“, sagt Ausbüttel und fügt lachend an: „Die Deutsche Bahn fuhr in letzter Zeit nicht allzu zuverlässig.“ In Dortmund, so erzählt sie, wird sie in der Apotheke ihres Mannes als Angestellte arbeiten. Zeit nehmen will sie sich dann aber für Besuche in der Heimat in Dieppe in der Normandie, wo die Mutter lebt und wo die Ausbüttels das Häuschen des Großvaters übernommen haben.

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