Im Hintergrund

Die unsichtbaren Helfer bei „Otello“: Wie man Statist bei den Opernfestspielen Heidenheim wird

Sie müssen stark und unsichtbar sein: Bei der „Otello“-Produktion der Opernfestspiele Heidenheim kommen mehrere Statisten zum Einsatz. Einer von ihnen hat als Otello-Double eine ganz besondere Rolle.

Einmal im Scheinwerferlicht stehen! Die große Bühne, der Applaus, der Ruhm! Ach! An Hauptrollen-Träumereien mangelt es den Menschen sicherlich nicht. Dass so eine Bühnenproduktion aber oftmals nicht nur aus und durch Hauptrollen bestehen kann, und dass kleine, feine Parts ebenfalls zum Gelingen einer Inszenierung beitragen können, scheint nicht ganz so im Bewusstsein der Gesellschaft verankert zu sein. In Heidenheim gibt es neun Menschen, die das definitiv besser wissen. Sie sind dieses Jahr als Statisten bei der „Otello“-Inszenierung der Opernfestspiele Heidenheim mit an Bord.

Genauer gesagt sind acht von ihnen sogenannte Umbau-Statisten. Das bedeutet, dass sie genau wie der Rest des Ensembles im Straßengang-Look daherkommen, ganz in Schwarz gekleidet, übersät mit Tattoos und Nieten. Es bedeutet aber auch, dass sie während der Aufführung dafür verantwortlich sind, die vier großen LED-Bildschirme an jeweils die Position zu verschieben, an der sie in dieser und jener Szene gebraucht werden.