Im Schnaitheimer Hagen packt man gerne gemeinsam an – und so ist der Straßen- und Garagenflohmarkt am letzten Ferienwochenende längst zur festen Größe geworden. Am Samstag, 12. September, öffnen mehr als 20 Haushalte zwischen 9 und 13 Uhr ihre Garagen, Höfe und Einfahrten und laden dazu ein, gut erhaltene Dinge weiterzugeben statt wegzuwerfen.
Was vor fünf Jahren als kleine Nachbarschaftsinitiative begann, hat sich inzwischen zu einem festen Termin im Viertel entwickelt. Mehr als 20 Anwohnerinnen und Anwohner machen in diesem Jahr mit.
Die Idee des Straßen- und Garagenflohmarkts ist simpel, das Anliegen klar: Weitergeben statt wegwerfen – verbunden mit Begegnungen im Viertel, die im Alltag oft zu kurz kommen. „Jeder hat Dinge daheim, die er oder sie nicht mehr braucht. Und oft findet sich jemand, der genau danach sucht oder erst vor Ort entdeckt, dass man etwas gut gebrauchen könnte“, heißt es seitens des fünfköpfigen Organisationsteams.
Nachbarschaftsinitiative im Hagen
Das Format ist bewusst niedrigschwellig angesetzt: Jede Garage, jeder Hof, jede Einfahrt kann zur Verkaufsfläche werden. Einzige Voraussetzung: Man muss im Hagen wohnen. Externe Verkäufer sind deshalb nicht vorgesehen. Der Vorteil dieses dezentralen Flohmarkts gegenüber einer großen Verkaufsbörse – wie etwa auf dem Seewiesenplatz – liegt in der Einfachheit. Nichts muss transportiert werden, alles bleibt direkt vor Ort und ist nach Ende der Veranstaltung schnell wieder verstaut. Die Besucher sind dagegen von überall her willkommen.
Der Straßen- und Garagenflohmarkt ist Teil einer Reihe von Gemeinschaftsprojekten, didie voner lokalen Nachbarschaftsinitiative „Hagen AG“ angestoßen wurden. Der Flohmarkt selbst findet einmal im Jahr statt, jeweils am letzten Wochenende der Sommerferien.
Digitale Übersichtskarte zeigt alle Flohmarkt-Plätze
Die Veranstaltung läuft üblicherweise von 9 bis 13 Uhr. Erfahrungsgemäß ist in den ersten Stunden des Vormittags besonders viel los. Auf einer digitalen Übersichtskarte bei Google Maps sind alle bisher teilnehmenden Haushalte verzeichnet – aktuell 21 Adressen. Teilnehmer finden sich unter anderem in der Fabrikstraße, Hagenstraße, Steigstraße, Eberhardstraße, Jakobstraße und Schäferstraße.
In den Tagen vor dem Termin kommen meist noch weitere Aussteller dazu. Auch Parkmöglichkeiten sind auf der Google-Karte eingetragen. Weil der Hagen weitläufig ist, wurde im vergangenen Jahr eine Stempelaktion eingeführt: Besucher können voraussichtlich an allen teilnehmenden Stationen Stempel sammeln, damit auch abgelegene Bereiche gut besucht werden.
