Der ADAC hatte es im Vorfeld befürchtet, der Tankstellenverband bft hatte es vorhergesagt und große Boulevardmedien hatten regelrecht dazu aufgerufen: „Noch einmal billig volltanken“ hieß es dort im übertragenen Sinne am Dienstagvormittag in großen Buchstaben auf den Webseiten. Und so kam es: Bundesweit gab es am Vormittag einen Ansturm auf Kraftstoff. Auch in Heidenheim ließ sich das an mehreren Tankstellen beobachten, darunter in Schnaitheim an den Zapfsäulen nahe der Kaufland-Filiale.
Regulär ist der staatlich finanzierte Tankrabatt, der zu einer Ersparnis beim Spritkauf von bis zu 16,7 Cent führen konnte, bereits um Mitternacht in der Nacht zum Dienstag ausgelaufen. Da aber Tankstellenbetreiber nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags die Preise erhöhen können, galt noch am Dienstagvormittag der verbilligte, bzw. tankrabattierte Preis.
Deutlicher Preissprung nach oben um 12 Uhr
Um Punkt 12 Uhr stieg, wie erwartet, der Preis für Kraftstoffe deutlich an. An der Tankstelle bei Kaufland in Schnaitheim galten laut dem Portal tankstellenpreise.de noch um 11.51 Uhr folgende Preise: Diesel: 1,70, Super: 1,83 und E10: 1,77.

Um 12.01 Uhr dann zeigte die Anzeigetafel folgende Preise an: Diesel: 1,98 (+16 Prozent oder 28 Cent), Super: 2,09 (+ 14 Prozent oder 26 Cent) und E10: 2,03 (+14,6 Prozent oder 26 Cent).

Andere Tankstelle, selbes Muster
Ähnlich wie bei der Tankstelle am Schnaitheimer Kaufland bildeten sich auch an der LD-Tankstelle in Schnaitheim lange Schlangen. Betreiber Hamza Ece berichtet: „Wir waren natürlich vorbereitet. Die Tanks waren voll.“ Bei ihm an den Zapfsäulen sei alles ganz friedlich und gesittet abgelaufen. „Ein paar Leute haben mal gehupt, aber sonst war nichts“, so Ece. Auch an seiner Tankstelle war der Ansturm um 12 Uhr sofort vorbei. „Da war schlagartig Schluss“, berichtet er. „Als die Anzeigetafel umgesprungen ist, haben die Leute, die noch in der Schlange gestanden haben, abgedreht und sind weggefahren“.
