Aktion „Sicherer Schulweg“: Polizei muss in der Region 303-mal einschreiten
Hunderte Polizisten und Polizistinnen waren seit Schulbeginn für die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ulm im Einsatz. Nach Angaben der Pressestelle führten sie dabei rund 300 Kontrollaktionen in Zusammenhang mit der Überwachung der Schulwege durch. Dabei mussten die Beamten insgesamt 303 Mal einschreiten, weil Verkehrsteilnehmer und Verkehrsteilnehmerinnen die Sicherheit Anderer oder ihre eigene Sicherheit aufs Spiel setzten.
Die Gesamtzahl der festgestellten Verstöße im Landkreis Heidenheim liegt bei 66. Davon waren 15 Fahrer ohne Sicherheitsgurt unterwegs. Vier Verkehrsteilnehmende hatten ihre Kinder nicht oder nicht richtig gesichert. Acht benutzten das Mobiltelefon auf nicht erlaubte Weise. Fünf Personen waren mit Fahrrädern unterwegs, die Mängel aufwiesen. Sechs Menschen verhielten sich falsch durch verbotswidriges Halten beziehungsweise Parken an Überwegen und auf Gehwegen. Und vier Personen wurden wegen falschen Verhaltens am Fußgängerüberweg angezeigt. 13 Personen wurden bei sonstigem kleineren Fehlverhalten im Straßenverkehr auffällig und von der Polizei darauf hingewiesen. Elf Autofahrer waren zu schnell unterwegs.
Die Zahlen in den Landkreisen Biberach, Ulm, Alb-Donau-Kreis und Göppingen
In den meisten Fällen handelte es sich bei den Ertappten um Eltern von Schülern: In 95 Fällen in der Region legten sie den eigenen Sicherheitsgurt nicht an und in 34 Fällen sicherten sie ihre Kinder gar nicht oder nicht richtig. Nur der Gurt allein reicht nicht, so die Polizei. Gurte schützen nur mangelhaft, wenn Kinder zu klein sind. Deshalb brauchen Kinder für ihre Sicherheit den passenden Sitz oder die passende Sitzerhöhung.
24 Mal gefährdeten Autofahrer die Sicherheit, weil sie während der Fahrt in unerlaubter Weise telefonierten. In 147 weiteren Fällen musste die Polizei einschreiten. Dabei wegen falschen Haltens und Parkens an Überwegen und auf Gehwegen 25 Mal, wegen falschen Verhaltens am Fußgängerüberweg siebenmal und wegen zu schnellen Fahrens elfmal.
Auch mussten die Polizisten und Polizistinnen von 20 Radlern und Radlerinnen den Zustand der Fahrräder bemängeln. Mehrere Radfahrer trugen keinen Helm.
Trotz aller Beanstandungen hat die Polizei auch Lob parat: Die meisten Verkehrsteilnehmer verhielten sich richtig und damit verantwortungs- und sicherheitsbewusst. Die Polizei erhielt viel Lob, denn die Kontrollen wurden sowohl von den Kontrollierten als auch von Beobachtern überwiegend positiv aufgenommen.
Nach dieser Bilanz sieht sich die Polizei darin bestätigt, dass weitere Kontrollen erforderlich sind. Diese wird sie auch in den kommenden Wochen durchführen. Die Polizei bittet alle Verkehrsteilnehmer, sich an die Vorschriften zu halten, um den Kindern einen sicheren Weg zur Schule und nach Hause zu ermöglichen.
