Leitartikel Klartext

AfD-Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt: Warum das auch uns etwas angeht

Der Wahlsieg der extremen Rechten bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist nicht nur ein weit entferntes Problem. Es betrifft uns auch im Landkreis Heidenheim, meint HZ-Redaktionsleiterin Silja Kummer.

Das Thema, das die zu Ende gehende Woche geprägt hat, war der Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Dass eine rechtsextreme Partei in Deutschland wieder so großen Zulauf bekommt, wurde bis ins Ausland thematisiert. Im Lokalen hat es keinen Niederschlag gefunden, wobei auch die Redaktion natürlich die Frage umtreibt: Was bedeutet das jetzt für uns?

Die Landtagswahl in unserem Bundesland war bereits im März, Baden-Württemberg wird nach wie vor von einer Koalition aus Grünen und CDU regiert, der Ministerpräsident hat türkische Wurzeln. Also alles gut im schwäbischen Auenland? Nein, natürlich nicht: Im Landkreis Heidenheim bekam die AfD zuletzt fast ein Viertel aller Stimmen. Das Direktmandat ging an die CDU mit nur 4,1 Prozentpunkten Vorsprung vor der AfD, und in einer Gemeinde (Giengen) bekam die AfD die meisten Stimmen (29,2 Prozent der Zweitstimmen).