Wir stecken mitten in der zweiten Hitzewelle dieses Sommers und das Wetter ist im besten Fall allgegenwärtiges Gesprächsthema, im schlimmsten Fall haben wir sogar gesundheitliche Probleme mit der Hitze. Während man im Urlaub vielleicht ganz gerne in Länder reist, in denen 35 Grad am Nachmittag auch vor 20 Jahren schon normal waren, fühlt es sich im (Arbeits-) Alltag doch ganz anders an.
RKI meldet Höchststand an Hitzetoten in Baden-Württemberg
Zumal wir auf der Schwäbischen Alb – auch schwäbisch Sibirien genannt, haha – noch nicht wirklich auf diese Temperaturen eingestellt sind. Wir pflegen weder die mittägliche Siesta noch haben unsere Innenstädte enge, schattige Gassen. Klimaanlagen gibt es höchstens in Geschäften, aber nicht in Kliniken oder Pflegeheimen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.
Kühler Wald, kalter Fluss
Zum Glück gibt es ein paar Standortvorteile im Landkreis Heidenheim, die wir zumindest außerhalb der Arbeitszeit nutzen können. Beispielsweise den Wald: Er bietet in der Sommerhitze nicht nur Schatten, sondern ein angenehmes Mikroklima, in dem man sich gut bewegen kann – was auch bei Hitze gut tut, wenigstens am Morgen oder am Abend. Oder die Brenz: Sieben Grad hat das Wasser im Brenztopf in Königsbronn, und auch, wenn die Temperatur im Verlauf des Flusses steigt, für Abkühlung ist die Brenz immer gut. Wer nicht direkt in den Fluss hüpfen will, kann eines der Kneippbecken, beispielweise in Herbrechtingen oder Anhausen, nützen.
Wo man sich im Landkreis Heidenheim am Wasser abkühlen kann
Ansonsten hilft es auch, das Tempo aus dem eigenen Leben ein wenig herauszunehmen. Wer sich langsamer bewegt und nicht ganz so viele Aktivitäten in den Tag quetscht wie sonst, ist weniger erschöpft. Höchstleistungen sind bei Hitze nicht gefragt.
Und dann sei noch daran erinnert, dass es eine fachliche Anlaufstelle gibt: das Zentrum für nachhaltige Energieversorgung, Klimaschutz und Klimafolgenanpassung (ZEKK), das vom Landkreis Heidenheim und dem Ostalbkreis zusammen betrieben wird. Denn wenn die Temperaturen nicht immer weiter steigen sollen, müssen wir auch unseren Energie- und Rohstoffverbrauch herunterschrauben. Nicht nur wir hier in Deutschland, sondern die Menschen in allen Ländern. Aber anfangen können wir nur vor Ort und am besten mit dem eigenen Verbrauch.
