Leichtathletik

Wie Abteilungsleiter Hannes Müller von den Leichtathleten des Heidenheimer Sportbundes tickt

Der Mann für alle Fälle! Hannes Müller rief zusammen mit anderen einst den Stadtlauf in Giengen ins Leben. Seit einigen Jahren ist er aber für die Leichtathletikabteilung des Heidenheimer Sportbundes verantwortlich, die am Wochenende die baden-württembergischen Meisterschaften (Masters) ausrichtet. Zum Sport kam er über seine Tochter Ronja:

Kernig, herzlich – und immer geradeheraus. Hannes Müller weiß, dass man mit diesen Eigenschaften nicht immer Freunde findet. „Meine Tochter sagt immer, dass ich mich eh schon überall unbeliebt mache. Aber wenn’s mir zu bunt wird, schlage ich auf den Tisch“, sagt der 60-Jährige – und muss lachen. In erster Linie geht es ihm um die Leichtathletikabteilung des Heidenheimer Sportbundes, die er seit knapp sechs Jahren leitet.

Der Übergang kam schleichend. Vor acht Jahren kam Müller, der einfach nur „Jo“ genannt wird, zum HSB. Zunächst war er Trainer und „inoffizieller Stellvertreter“ des damaligen Abteilungsleiters Uwe Zimmermann. Bei der Suche nach dessen Nachfolger hieß es dann: „Jo, du wärst der Richtige dafür“, erinnert er sich und schiebt einen Satz halb im Scherz, halb ernst nach: „Wie das halt so ist: Du gibst den kleinen Finger, der ganze Arm wird ausgerissen.“ Typisch „Jo“ eben, der den Hinweis, dass das ja in der Zeitung erscheint, locker kontert: „Ja, das darf man ruhig so sagen. Das sollen die Leute ruhig wissen.“ Die Worte klingen hart, gehen aber mit einem verschmitzten Lächeln über die Lippen des Giengeners, der seine Anfänge bei der TSG hatte.