Neues Buch von Ulrich Stark

Wertvolles aus alten Lumpen: Das war über mehrere Jahrhunderte lang Giengens Exportschlager

In seinem neuen Buch gibt Heimatforscher Ulrich Stark Einblicke in die Geschichte der Giengener Papiermühle und das harte Los ihrer Betreiber. Der Alltag war nicht selten von Streitigkeiten geprägt.

Exportschlager aus der Stadt Giengen sind heutzutage Stofftiere mit Knopf am Ohr, Feuerwehrfahrzeuge oder Kühlschränke. Zwischen dem 16. Jahrhundert und dem Jahre 1844 wurde an einer Mühle an der Brenz allerdings ein ganz anderes Handwerk mit überörtlichem Absatzmarkt betrieben: die Produktion von Papier. Als Rohstoff dienten alte Lumpen.

Giengens Heimatforscher Ulrich Stark geht in seinem neuesten Buch unter dem Titel „Die Papiermühle der Reichsstadt Giengen“ der Historie dieses einstigen Wirtschaftszweiges nach. Dabei wird deutlich: Die Betreiber, Papiermüller oder Papierer genannt, hatten keinen einfachen Job. Sie mussten sich immer wieder vor den Stadtvätern verantworten, hatten häufig Schulden, stritten sich mit anderen Mühlenbetreibern an der Brenz ums Wasser und litten unter einem zwischenzeitlichen Lumpensammelverbot.