Leserbrief

Fundsachen in Giengener Schulen: traurige Wohlstandsdekadenz

Leserbrief zu den großen Mengen an Fundsachen in Giengener Schulen.

Es schmerzt, wenn die Hausmeister der Schulen am Schuljahresende vor Unmengen von Fundsachen stehen und sie wie jedes Jahr aus der Garderobe entsorgen müssen. Es sind teilweise Unmengen, die nicht mehr abgeholt werden. Aus allein drei Giengener Schulen kamen dieses Jahr zusammen: vier Jeansjacken, sechs Paar Sportschuhe, acht Sportbeutel, zehn Schirmmützen, zwölf Schirme, 13 einzelne Schuhe, 15 Paar Badeschuhe, 16 Stirnbänder, 25 Paar Handschuhe, 26 Sporthosen oder Sportjacken, 33 Trinkflaschen, 34 Schlauchschals, 40 Shirts oder Strickwesten, 43 einzelne Handschuhe, 59 Sweatshirts oder Hoodies, 79 Vesperdosen und 109 Mützen sowie viele ungezählte Einzelstücke.

Von Privat wurden insgesamt neun große Säcke abgeholt, in über 20 Waschgängen gereinigt und in die Kleidersammlung des Roten Kreuzes nach Heidenheim geliefert. Spielt bei Eltern Geld keine Rolle? Werden die Kinder noch angehalten, nach ihren Sachen zu schauen? Weiß man darum, dass gleichgültiges Wegwerfen eine Verschwendung von Rohstoffen ist? Hier zeigt sich eine traurige Wohlstandsdekadenz.

Brigitte Kilian, Giengen