In der Ausgabe der HZ am 5. August 1975 wurde für das Industriegebiet Ried ein neuer Betrieb angekündigt und es war gleichzeitig die Rede vom Schließen einer Marktlücke die Rede: Die Auto- und Industrielackiererei Smejkal war der erste Betrieb dieser Art in Giengen und der seinerzeit das 14. Unternehmen in der östlichen Peripherie der Stadt.
Kernstück des 1975 eingeweihten Neubaus war eine 300 Quadratmeter umfassende Lackierwerkstätte mit Spritz- und Einbrennboxen.
Nach dem Start folgten mehrere Entwicklungsschritte: nach einem Großbrand 1982 der Neustart, 1986 der Einzug von EDV, 2001 die Erweiterung zur Karosseriewerkstatt.
Vorreiter bei Nano-Technologie
2007 wurde das Unternehmen im Ried zum Pilot-Betrieb: Ein weltweit erstmals bei der Firma Smejkal eingesetztes Trocknungsverfahren bestach durch annähernde Klimaneutralität. Das Unternehmen war Vorreiter beim Einsatz von UV- und Nano-Technologie in der Autolackierer-Branche. Nur an der Wiesenstraße stand damals eine von der Stuttgarter Firma Sehon entwickelte Lackieranlage mit Chromspiegelglas und poliertem Edelstahl im Innern. Für die Weltneuheit hatte Smejkal kräftig investiert: Nahezu eine halbe Million Euro wurde für die Kabine und das damit verbundene Equipment ausgegeben.

Das ist bei der Erweiterung des Gewerbegebiets Ried in Giengen geplant
Seit 2018 geben führende Versicherungen ihre Schadensfälle in der Region regelmäßig an Smejkal: „Für uns ist das ein Vertrauensbeweis, für unsere Kunden ein Zeichen höchster Zuverlässigkeit und Qualität“, so Inhaber Arne Smejkal. Nachdem 2024 der Betrieb ein Rundum-Facelifting bekommen hatte – unter anderem im Hinblick auf Büros, Sozialräume, Annahme und Fassade, waren 2025 das Innenleben dran: sämtliche Prozesse laufen nun digital.
Zum 50-jährigen Bestehen kam Oberbürgermeister Dieter Henle zu Besuch und war durchweg beeindruckt: „Hier wird nicht nur mit Herz und Hand, sondern vor allem hochmodern gearbeitet.“ Der einst kleine Familienbetrieb beschäftigt heute 15 Mitarbeitende, zudem vier Auszubildende.
KI kommt mehr und mehr zum Einsatz
Auch in der Lackierbranche komme nach Auskunft von Smejkal Automatisierung und KI immer stärker zum Tragen. Künftig soll eine Schleuse mit Kameras Schäden am Fahrzeug erfassen und mit Kostenschätzung an eine Software melden. Pro Tag werden etwa vier Fahrzeuge bearbeitet, das Team soll weiter wachsen.

