Die BSH‑Big-Band zeigt in der Giengener Schranne ihre musikalische Bandbreite
Wer bei Big Band nur an Swing-Klassiker denkt, sollte sich den kommenden Samstag, 19. September, vormerken. Die BSH Big Band zeigt bei ihrem Jahreskonzert, wie vielseitig dieses Genre sein kann. Das Traditionskonzert findet wie in den Jahren zuvor in der Schranne statt.
Auf dem Programm stehen Swing, Jazz, Soul sowie bekannte Pop- und Filmmelodien. Zeitlose Klassiker treffen dabei auf moderne Arrangements und zeigen die große Bandbreite der Big-Band-Musik. Aktuell umfasst die Big Band 26 Mitglieder, inklusive der Technik.
Der älteste Titel stammt aus dem Jahr 1935
Es werden sowohl originale als auch für eine Big Band adaptierte Titel aus dem vergangenen Jahrhundert gespielt. Der älteste Titel stammt dabei aus dem Jahr 1935, aber auch aktuelle Stücke sollen gespielt werden, so viel verrät Bandleader Jürgen Traub im Vorfeld. Der gebürtige Neresheimer ist seit November 2025 musikalischer Leiter der BSH‑Big-Band. Bereits mehr als 25 Jahre war er in unterschiedlichen Big Bands und Blasorchestern aktiv.
„Dabei klingen wir je nach Arrangement“, also wie das Stück für die Instrumente der Band aufgeteilt wird, „mal älter und mal jünger." So klingt „Hello, Dolly!“ als traditioneller Swing anders als eine Komposition von Peter Herbolzheimer mit modernen und rockigen Einflüssen. Ein James-Bond-Song wiederum setzt auf filmische Dramatik.
So entstand der Big-Band-Sound
Trotz der unterschiedlichen Stilrichtungen bleibt der Gesamtklang der BSH‑Big-Band modern. Seinen Ursprung hat der Big-Band-Sound in den USA der 1920er und 1930er Jahre. In den immer größer werdenden Tanzsälen wurden mehr Musiker benötigt, um das Publikum auch klanglich zu erreichen. Jazz-Pioniere wie Fletcher Henderson entwickelten deshalb feste Instrumentengruppen und strukturierte Arrangements für das Zusammenspiel von etwa 20 Musikern. Im Laufe der Zeit veränderte und entwickelte sich das Konzept natürlich weiter. Was damals entstand, wurde im Laufe der Jahrzehnte immer vielfältiger und musikalisch weiterentwickelt.
„Gesang und Instrumente werden live und in Farbe gespielt, nichts ist programmiert, vorproduziert oder wird aus einer Quelle eingespielt“, erzählt Traub weiter.

Für Abwechslung sorgen unterschiedliche Stile, Stimmungen und Tempi sowie der Wechsel zwischen Gesangs- und reinen Instrumentalnummern. Auch einige Soli und ein Solo-Duett von Flügelhorn und Baritonsaxophon sind geplant. Für Traub gehört es zu den Höhepunkten des Konzerts: „Es gibt viele schöne, aber auch herausfordernde Arrangements – sowohl fürs Publikum als auch für uns“, so der Bandleader.
„Die Band hat sich in den vergangenen Jahren einen Qualitätsruf erarbeitet. Sie spielt durchaus anspruchsvolle Literatur aus den vergangenen Jahrzehnten und präsentiert ganz bewusst kein ‚Bierzelt-Programm im Bigbandmantel‘“, sagt Traub. Er wolle diese Entwicklung fortführen. Das sei allen Beteiligten ein wichtiges Anliegen – sowohl auf als auch hinter der Bühne. Im kommenden Jahr feiert die Band ihr 20-jähriges Bestehen.
Das Jahreskonzert findet am Samstag, 19. September, in der Schranne statt. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.
20 Jahre BSH Big Band
Zum 20-jährigen Bestehen der BSH Big Band nächstes Jahr wird es auch ein Konzert geben. Ein Termin steht schon fest: Am 3. April 2027 wird erneut in der Schranne gespielt.
