Forstwirtschaft

Nach fünf Jahren: Haben sich die Baumarten an der Versuchsfläche Dettingen-Mönchshau etabliert?

Dass im Mönchshau nahe Dettingen seit 2021 eine forstliche Versuchsfläche entstanden ist, blieb bei vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht unentdeckt. Wie sich die Baumarten entwickelt haben, wofür es diese Versuchsfläche gibt und was dort genau gemacht wird:

Auf der Versuchsfläche in der Nähe von Dettingen standen zuvor Fichten. Sie fielen allerdings Stürmen und Borkenkäfern zum Opfer. Nachdem die Fichten und der Unterwuchs weg waren, kam 2021 die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg auf den Leiter des Forstbezirks Ulmer Alb, Thomas Herrmann, zu. Ihr Plan: die entstandene Brache als Versuchsfläche zu nutzen. Es sollten Bäume gepflanzt werden, um zu testen, wie resistent sie gegenüber Klimaschwankungen und Wetterextremen wie Sturm und Hitze sind. Die Versuchsfläche, die Staatswald ist und ForstBW gehört, soll auch zeigen: Ertragen die Baumarten die Voraussetzungen auf der Schwäbischen Alb? Wenn sie gut mit ihnen klarkommen, können sie für Mischwälder der Zukunft genutzt werden.

Revierleiter Michael Thalheimer und Forstbezirksleiter Herrmann haben 2021 eine Baumauswahl getroffen. Es wurden die exotischen Baumarten, wie die Chinesischen Blauglockenbäume, eine Hybridnuss und Baumhasel gepflanzt. Als Referenzbaum hatten sie den heimischen Spitzahorn ausgewählt. Das Baumwachstum befände sich momentan in der „Etablierungsphase“, die etwa fünf bis zehn Jahre dauere. In dieser Phase wollen Thalheimer und Herrmann herausfinden, ob aus diesen Bäumen später gutes Nutzholz entstehen kann. Nach fünf Jahren erklären die Forstexperten, wie sich die vier Baumarten nahe Dettingen entwickelt haben.