Leserbrief

Archäologie in Heuchlingen: eine nette, unwichtige Spielerei?

Leserbrief zum Vorwurf, die archäologischen Grabungen in Heuchlingen hätte die Erweiterung von Gardena verhindert:

Husqvarna wird die geplante Erweiterung von Gardena in Heuchlingen nicht umsetzen und jetzt ist auch der Schuldige mit messerscharfem Verstand ermittelt: Die Archäologie, die war es, die dem Fortschritt auf der Alb das Genick gebrochen hat. Diese nette, unwichtige Spielerei von ein paar überspannten Intellektuellen hat sich frech den Gesetzmäßigkeiten der Wirtschaft entgegengestellt und diese dann zu Fall gebracht.

Nur weil ein paar Ewiggestrige zwanghaft an der Vergangenheit hängen und gerne im heimischen Boden buddeln, wird es nichts mit den Arbeitsplätze auf eben diesem heimischen Boden. Nicht die globalisierte Welt, nicht die gar nicht mehr ganz so fernen Kriege und auch nicht die neoliberalen Gesetze des real existierenden Kapitalismus sind am industriellen Niedergang schuld. Es ist einzig die Archäologie und die weltfremden Politiker, die diesen Quatsch auch noch unterstützen. Da war man bei Archäopark in Stetten weiter und hat den Laden dicht gemacht. Man lässt sich doch nicht von einem ausgestorbenen Mammut die Zukunft ruinieren.

Noch eine kleine Anmerkung zum Schluss: Glücklich können sich all diejenigen schätzen, die mit solchen schrecklichen Vereinfachungen durch die komplexe Lebenswirklichkeit gehen. Möge ihnen ihr einfacher Wirklichkeitszugang lange erhalten bleiben.

Jörg Ehlers, Herbrechtingen

Der Konzern hat vergangene Woche verkündet, dass er 250 Stellen streichen will. Zudem wird der Werkausbau in Heuchlingen gestoppt.

"Der Preis dafür ist der Verlust vieler Arbeitsplätze“: Ehemalige Heuchlinger Ortsvorsteherin äußert sich zu Gardena

Nach dem Aus für die geplante Gardena-Erweiterung in Heuchlingen meldet sich die frühere Ortsvorsteherin Marianne Renner zu Wort. Was sie kritisiert:
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Heuchlingen
Marianne Renner