Geburtstag

Dischingen bleibt seine Herzenssache: Alfons Jakl ist 70

16 Jahre war Alfons Jakl als Bürgermeister an der Spitze Dischingens tätig. Auch nach seinem Abschied aus dem Amt engagiert sich der Jubilar weiterhin für Dischingen und die Region. Heute wird er 70 Jahre alt:

Wenn Alfons Jakl gewusst hätte, dass er dem Dischinger Rathaus fast fünf Jahrzehnte lang treu bleiben würde, hätte er seine berufliche Laufbahn vielleicht anders beschritten. Heute zu seinem 70. Geburtstag blickt der ehemalige Bürgermeister auf ein bewegtes Berufsleben zurück, das eng mit der Entwicklung Dischingens verbunden ist. 

Eigentlich hatte Jakl nach der Mittleren Reife einen Ausbildungsplatz bei der Polizei angenommen. Doch während er im Urlaub war, reichte seine Mutter eine Bewerbung bei der Gemeinde ein. Ihr Gedanke, so Jakl gegenüber der HZ bei seiner Verabschiedung 2022: „Der Bub soll daheim bleiben und nebenher in der Landwirtschaft helfen.“ Aus dieser Initiative wurde eine Karriere, die ihn vom Verwaltungsnachwuchs über den Hauptamtsleiter bis an die Spitze des Dischinger Rathauses führte. 

Bevor Jakl 2006 zum Bürgermeister gewählt wurde, hatte er bereits rund drei Jahrzehnte im Dischinger Rathaus gearbeitet. Am 31. August 2022 endete seine Amtszeit nach 16 Jahren. Insgesamt hatte Jakl zu diesem Zeitpunkt 49 Jahre im Rathaus Dienst getan. Ganz zur Ruhe gesetzt hat sich Jakl allerdings nicht. Viele Aufgaben und Ämter, die er über Jahre hinweg übernommen hat, führt er auch nach dem Ende seiner Bürgermeisterzeit fort.

Für Dischingen im Einsatz

Seit 2009 gehört Jakl dem Kreistag an und ist dort bis heute aktiv. Auch in der Vereinsarbeit ist er weiterhin engagiert. Beim Tennisclub Dischingen ist er zweiter Vorsitzender. Zudem übernimmt er als Kassierer und Schriftführer Aufgaben bei der Jagdgenossenschaft Dischingen.

Eine weitere wichtige Funktion übt Jakl als Verbandsvorsteher des Wasserverbands aus, dessen Leitung er 2006 übernommen hat. Der Verband befasst sich mit dem überkommunalen Hochwasserschutz. Was während seiner Zeit als Bürgermeister begann, hat er nach wie vor inne.

Wie viel Verantwortung mit solchen Aufgaben verbunden sein kann, zeigten zuletzt das Starkregenereignis im Februar dieses Jahres oder auch die dringend erforderlichen Instandsetzungsarbeiten an der Fischbauchklappe des Härtsfeldsees über den Jahreswechsel. Auch beim Bau des Kiosks Härtsfeldsee war Jakl als Verantwortlicher gefragt. Bereits vor seiner Zeit als Verbandsvorsteher hatte er viele Jahre die Geschäftsführeraufgaben beim Wasserverband Egau inne.

Fanfarenzug bis Rathaus

Neben Verwaltung und Kommunalpolitik gehörte auch das Vereinsleben zu Jakls Alltag. Er war im Fasching aktiv und zählt zu den Gründungsmitgliedern des Fanfarenzugs, in dem er auch mehrere Jahre selbst spielte. Das ehrenamtliche Engagement zieht sich damit ebenso durch sein Leben wie die Arbeit für seine Heimatgemeinde. Und auch wenn die Zeit im Rathaus inzwischen vorbei ist, bleibt er seiner Gemeinde und der Region durch seine zahlreichen Aufgaben weiterhin verbunden.