Kommentar von Erik Tham

Scherbenhaufen statt Mosaik: Das bleibt der Belegschaft von Varta

Bei den Verhandlungen rund um die Zukunft des Batterieherstellers Varta sollte weiterhin vor allem auf die Stimme der Belegschaft gehört werden, sagt HZ-Kreisredakteur Erik Tham. In Anbetracht der Vergangenheit warnt er vor den Entscheidungen der Investoren:

Die wichtigste Stimme, die bei den meisten Verhandlungen über die Zukunft eines Konzerns viel zu selten gehört wird, ist die der Belegschaft. Natürlich spielen wirtschaftliche Faktoren in Zeiten wie diesen eine entscheidende Rolle. Dabei dürfen jedoch die Interessen der Menschen in den Werken und hinter den Schreibtischen niemals zu kurz kommen.

Seien wir ehrlich: Was werden wohl ihre größten Wünsche sein? Sicher nicht höhere Unternehmensanteile, ein größerer Marktvorteil oder utopische Tantiemen. Nein, hier geht es vor allem um die Sicherheit, auch im kommenden Jahr noch für die eigene Familie sorgen zu können, das hart ersparte Eigenheim zu erhalten und täglich Brot auf den Tisch zu bringen, ohne sich dafür buchstäblich die Nieren aus dem Leib arbeiten zu müssen.