Kolumbiens Marine beschlagnahmt fast fünf Tonnen Kokain
Kolumbiens Marine hat im Karibischen Meer bei zwei Einsätzen fast 4,7 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Damit seien mehr als elf Millionen Dosen Kokain aus dem illegalen Handel genommen worden, teilte die Marine mit.
Zwei Boote mit Kokain abgefangen
Bei der ersten Aktion stoppten Einsatzkräfte im Süden der Karibik ein Schnellboot mit fünf Menschen an Bord und fanden 3.834 Kilogramm Kokain. Bei einem zweiten Einsatz im Norden der Karibik wurden auf einem weiteren Schnellboot mit drei Menschen 856 Kilogramm Kokain entdeckt. Insgesamt wurden acht Menschen festgenommen.
An den Einsätzen waren neben der Marine auch Armee und Luftwaffe beteiligt. Zudem wurden Treibstoff und Navigations- und Kommunikationsausrüstung sichergestellt.
Nach Angaben der Marine hätte das beschlagnahmte Kokain auf dem illegalen Markt einen Wert von mehr als 217 Millionen US-Dollar. Mit den beiden Einsätzen seien die Finanzen und logistischen Strukturen von im Drogenhandel tätigen kriminellen Organisationen getroffen worden.
Neue Regierung verschärft Vorgehen
Kolumbien gilt als weltweit größter Produzent von Kokain. Das südamerikanische Land ist zugleich ein zentraler Ausgangspunkt für den Schmuggel der Droge über die Karibik und den Pazifik in Richtung Nordamerika und Europa.
Der neue kolumbianische Präsident Abelardo De La Espriella setzt auf ein verstärktes Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Drogenhandel und organisierte Kriminalität. Nach einer am Sonntag veröffentlichten Regierungsbilanz hat die kolumbianische Marine seit Beginn von De La Espriellas Amtszeit am 7. August etwa 36 Tonnen Kokain beschlagnahmt.
