Autobranche zuversichtlicher

Ifo: Exporterwartungen so gut wie zuletzt vor Ukraine-Krieg

Laut dem Münchner Institut stehen die Zeichen in vielen Industriebranchen «auf Exportwachstum». Treiber der Verbesserung ist eine deutsche Schlüsselbranche, die einen riesigen Sprung macht.

Die Exporterwartungen der deutschen Industrie sind so gut wie seit Beginn des Krieges in der Ukraine nicht mehr. Im Oktober stiegen sie um 3,2 Punkte auf 12,2 Zähler, wie das Ifo-Institut in München mitteilte. «Vor allem die Automobilindustrie hat ihre Exportaussichten deutlich nach oben korrigiert», sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. 

Noch im September hatten die Erwartungen der Autoindustrie mit minus 15,1 klar im negativen Bereich gelegen. Nun sprangen sie auf plus 12,7. Das bedeutet, dass der Anteil der Unternehmen, die mit steigenden Exporten rechnet um 12,7 Prozentpunkte höher ist als der Anteil derer, die mit sinkenden Exporten rechnet. 

Das ist nicht die einzige gute Nachricht: «Auch in vielen anderen Industriebranchen stehen die Zeichen auf Exportwachstum», sagt Wohlrabe. Besonders positiv sind die Exportaussichten mit 57,7 Punkten in der Getränkeherstellung. Dahinter folgen mit Werten zwischen 29,1 und 15,7 in absteigender Reihenfolge Datenverarbeitungsgeräte, elektrische Ausrüstungen, Textilien und Bekleidung sowie Maschinenbau. Leicht negative Exporterwartungen gibt es unter anderem in der Chemie-Industrie und im Papiergewerbe.