Nach neuem Gesetzentwurf

EVG zieht Streikdrohung im Nahverkehr zurück

Die EVG hatte wegen der Gewalt gegen Bahnbeschäftigte mit Streiks ab Januar gedroht. Nach einem Gesetzentwurf für härtere Strafen nimmt Gewerkschaftschef Burkert die Drohung zurück.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat ihre Drohung mit Streiks im öffentlichen Nahverkehr ab Januar zurückgezogen. «Ich bin froh, dass wir nicht zum Äußersten greifen und den Betrieb lahmlegen müssen», sagte EVG-Chef Martin Burkert den Zeitungen der Funke Mediengruppe vor dem Hintergrund eines neuen Gesetzentwurfes des Justizministeriums, demzufolge Menschen nach Attacken auf Bahnmitarbeiter künftig härter bestraft werden sollen.

Demnach sollen Angriffe unter anderem auf Bahnbeschäftigte künftig mit mindestens sechs Monaten Haft geahndet werden, in besonders schweren Fällen mit mindestens einem Jahr. Bislang liegen die Mindeststrafen bei drei beziehungsweise sechs Monaten. Die EVG hatte Ende August nach dem Tod eines Zugbegleiters bei einer Fahrkartenkontrolle mit Streiks gedroht, sollte die Bundesregierung nicht handeln. «Unser Druck wirkt», sagte Burkert.