WM in Montreal

Erster Weltmeister seit Armstrong: McNulty schockt Favoriten

Seit dem Sieg von Lance Armstrong 1993 in Oslo hatte es keinen amerikanischen Weltmeister mehr gegeben. Wie Außenseiter Brandon McNulty der Coup gelangen.

Außenseiter Brandon McNulty hat sämtliche Favoriten düpiert und ist als erster US-Amerikaner seit Lance Armstrong neuer Straßenrad-Weltmeister. Der Teamkollege des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogacar setzte sich in Montreal vor dem Australier Michael Matthews durch. Nach 273,4 Kilometern holte sich Niederländer Mathieu van der Poel Bronze. Florian Lipowitz zeigte nach seiner langen Verletzungspause in Kanada eine gute Leistung, spielte aber bei der Entscheidung keine Rolle.

Der US-Amerikaner McNulty, der den an selber Stelle stattfindenden Grand Prix Montreal 2025 gewonnen hatte, attackierte 33 Kilometer vor dem Ziel und sorgte für den ersten US-Triumph bei den Männern seit 1993. Die Favoriten um den Franzosen Paul Seixas, den Mexikaner Isaac Del Toro und den Belgier Remco Evenepoel arbeiteten zu spät zusammen, um McNulty auf dem harten Kurs mit 3800 Höhenmetern noch einholen zu können.

Nur eine WM-Medaille für German Cycling

Für den deutschen Verband German Cycling ging die WM damit mit nur einer Medaille zu Ende. Franziska Koch hatte direkt im ersten Wettbewerb dieser Titelkämpfe Bronze im Einzelzeitfahren gewonnen. Neben einigen beachtlichen Top-Ten-Platzierungen unterhalb der Profis gab es auch Enttäuschungen wie die hoch gehandelten U23-Männer, die sogar die Top 20 nicht erreichten. Im vergangenen Jahr in Kigali war German Cycling komplett ohne Medaille geblieben.