Mammut an der Donau

Dürre in Bulgarien bringt Mammutknochen ans Licht

Millionen Europäer stöhnen in der unsäglichen Hitze. Doch Bulgariens Archäologen freuen sich: Der niedrige Wasserstand der Donau enthüllt Mammutreste.

Im extremen Niedrigwasser der Donau sind in Bulgarien überraschend Mammutreste zum Vorschein gekommen. Bei dem bulgarischen Donaudorf Rjachowo, unweit von Russe, wurden die ungewöhnlichen Knochen auf dem Flussboden von einem Anwohner entdeckt, wie das Bulgarische Nationale Fernsehen BNT berichtete.

Das Regionale Geschichtsmuseum der Donaustadt Russe bestätigte, bei dem Fund handele es sich um einen Unterkiefer, zwei Stoßzähne und eine Rippe eines Mammuts. Die Experten müssen jetzt den Fund analysieren, um die genaue Herkunft und das Alter des Mammuts festzustellen

Mammutreste nach Russe gebracht

Die Knochen des prähistorischen Tieres wurden in das Regionale Geschichtsmuseum gebracht. «Die Reste müssen hier erst einmal trocknen», sagt Museumssprecherin Silvia Kostadinowa der Deutschen Presse-Agentur in Sofia. Erst dann können sie konserviert werden.

Für die Region Russe sind Überreste prähistorischer Tiere keine Seltenheit. Im Museum der Stadt sind mehrere frühere Funde ausgestellt sowie ein Modell eines Mammuts in Echtgröße.