Stuttgart / dpa Zulieferer aus Baden-Württemberg bieten die meisten Jobs im Zusammenhang mit Offshore-Parks.

In keinem Bundesland arbeiten mehr Menschen in der Offshore-Windenergie als in Baden-Württemberg: Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts wind:research sind es 4455 Arbeitsplätze. Einer der größten Entwickler und Betreiber von Windparks in der Nord- und Ostsee ist die ENBW. Doch vor allem kleine und mittelständische Unternehmen leiden unter der von der Bundesregierung geplanten Pause für den Ausbau der Windenergie auf See.

Die Beschäftigten in der Offshore-Windenergie in Baden-Württemberg arbeiten vor allem im Maschinenbau sowie in der Forschung und Entwicklung. Dieser Schwerpunkt bringt einen Umsatz von rund 1 Mrd. €. Baden-Württemberg liegt damit auf Rang vier unter den deutschen Bundesländern, hinter Niedersachsen (2,53 Mrd. €), Hamburg (1,79 Mrd. €) und Nordrhein-Westfalen (1,13 Mrd. €). Auch bei der Zahl der Marktteilnehmer liegt Baden-Württemberg im Bundesländervergleich auf einem Podiumsplatz. Die 86 im Südwesten aktiven Marktteilnehmer werden nur von Niedersachsen (126) und Nordrhein-Westfalen (98) übertroffen.

Die deutsche Zulieferindustrie für die Windenergie auf See zählte früh zu den globalen Technologieführern. Sie kann helfen, die Arbeitsplatzverluste der fossilen Industrien auszugleichen.