Berlin / afp Kabinett schlägt Regeln für Betriebe ab 50 Mitarbeitern vor.

Die Bundesregierung will die Missstände in der Fleischindustrie beenden. Das Kabinett hat den Gesetzentwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) gebilligt, mit dem Werkverträge und Leiharbeitnehmer in der Fleischindustrie künftig verboten sein sollen.

In Unternehmen mit 50 oder mehr Beschäftigten sollen nur noch direkt dort Angestellte Tiere schlachten und zerlegen dürfen. Kleinere Betriebe sollen von der neuen Regelung ausgenommen werden.

Die Gewerkschaft Nah­rung-Genuss-Gaststätten (NGG) begrüßte die vorgeschlagene Neuregelung als „historisch“. Die Grünen warnten vor einer Aufweichung des Gesetzentwurfs bei den Beratungen durch die Lobby der Fleischindustrie. Der FDP-Frak­tionsvize Michael Theurer nannte den Entwurf einen „weiteren Schritt in Richtung staatliche Wirtschaftslenkung“. afp