Braunschweig / dpa Beschäftigten wird Steuerhinterziehung vorgeworfen. Gegen 32 weitere Personen laufen Ermittlungen.

Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft hat bei ihren Ermittlungen zur Dieselaffäre weitere sechs Beschäftigte von Volkswagen wegen schweren Betrugs angeklagt. Ihnen wird zudem teilweise Steuerhinterziehung und Falschbeurkundung vorgeworfen.

Sie sollen „maßgeblich dafür verantwortlich“ sein, dass VW-Kunden und Aufsichtsbehörden mit Hilfe der im Herbst 2015 aufgeflogenen Software-Manipulationen über den tatsächlichen Abgasausstoß von Dieselautos bewusst getäuscht wurden.

„Insgesamt seien so über die Jahre gut 9 Mio. manipulierter und nicht zulassungsfähiger Kraftfahrzeuge veräußert, auf den Markt gebracht und verbotswidrig zum Straßenverkehr zugelassen worden“, hieß es.

In Braunschweig ist seit April bereits der frühere VW-Konzernchef Martin Winterkorn wegen schweren Betrugs angeklagt – zusammen mit vier weiteren Führungskräften. Sie sollen außerdem das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb missachtet haben. Die Zahl der bisher Angeschuldigten steigt in dem Braunschweiger Betrugsverfahren damit auf elf. Die Ermittlungen beziehen sich aber auf einen weit größeren Kreis: Insgesamt geht es noch um 32 andere Personen.

Der Konzern äußerte sich nicht zu den Anklagen gegen die einzelnen Beschäftigten. dpa