Brüssel / dpa Die Agrarminister beraten über mehr Klima- und Umweltschutz. Das ganzheitliche Konzept soll im Herbst stehen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner will bis zum Herbst ein Konzept für die Reform der Agrarpolitik auf die Beine stellen. Nach Beratungen mit ihren Kollegen am Montag in Brüssel sagte die CDU-Politikerin, die „überwiegende Mehrheit“ der Mitgliedsstaaten unterstütze die Ziele des Green Deal, der auch die Produktion von Nahrungsmitteln in der EU klima- und umweltfreundlicher machen soll.

Es gebe ein „grundsätzliches Ja für die Richtung“. Viele sähen darin Chancen, es gebe aber auch viele Fragen. Unter anderem sei es um die Finanzierung gegangen, sagte Klöckner. „Mehr Umweltschutz, mehr Nachhaltigkeit, mehr Tierschutz kostet mehr Geld, und es wird nicht immer nur an der Theke beim Verbraucher zu erzielen sein.“

Klöckner leitete erstmals während der deutschen Ratspräsidentschaft Verhandlungen der EU-Agrarminister. Neben der „Vom-Hof-auf-den-Teller-Strategie für eine nachhaltigere Ernährung, die zum Green Deal gehört, geht es vor allem um die Reform der gemeinsamen Agrarpolitik, über die es seit Monaten Streit gibt. Unter anderem soll bis 2030 der Ökolandbau EU-weit auf 25 Prozent ausgebaut werden.

Etwa 58 Milliarden Euro an Fördergeldern, rund 40 Prozent des EU-Budgets, fließen jedes Jahr in den Agrarsektor – der größte Posten im Haushalt. dpa