Frankfurt/Main / dpa Immer mehr Gesellschaften stoppen alle Verbindungen nach China. Lufthansa fliegt bis 28. März nicht mehr.

Wegen der Corona-Krise müssen sich die Fluggesellschaften auf Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe einrichten. Die Internationale Zivilluftfahrtbehörde ICAO geht von 4 bis 5 Mrd. Dollar (3,7 bis 4,6 Mrd. €) für das erste Quartal aus. Ursprünglich sei für das erste Quartal ein Angebotsausbau um 9 Prozent geplant gewesen, teilt die die ICAO mit. Nun sei für diesen Zeitraum mit einem Rückgang um bis zu 41 Prozent im Vergleich zu den Planungen zu rechnen, was bis zu 19,6 Mio. Passagieren entspreche.

Der Organisation zufolge haben ausländische Airlines ihr Angebot zum chinesischen Festland inzwischen um 80 Prozent reduziert, während die heimischen Carrier 40 Prozent weniger internationale Verbindungen anboten. Rund 70 Gesellschaften hätten ihr Angebot ganz unterbrochen, weitere 50 haben die Verbindungen ausgedünnt.

Wegen des Coronavirus hat die Lufthansa ihre Flugpause nach China verlängert. Bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März werden nun auch Peking und Shanghai von den Fluggesellschaften der Gruppe einschließlich Swiss und Austrian nicht mehr angeflogen. Zunächst waren diese Flüge nur bis 29. Februar gestrichen worden. Für die übrigen Festland-Ziele Nanjing, Shenyang und Qingdao hatte Lufthansa bereits zuvor eine Flugpause bis Ende März angekündigt. Wegen der stockenden Nachfrage werden die Verbindungen nach Hongkong ausgedünnt. dpa