Hannover / Dem Autozulieferer und Reifenhersteller macht der Produktionsstopp der Autoindustrie zu schaffen.

Der Produktionsstopp der Autobauer in der Pandemie hat Continental schwer getroffen. Der Autozulieferer und Reifenhersteller musste im zweiten Quartal deutliche Verluste hinnehmen. Auf einen Ausblick auf das restliche Jahr wird verzichtet. An der Börse sorgten die Zahlen dennoch für etwas Erleichterung, weil mit noch Schlimmerem gerechnet worden war.

Im operativen Geschäft fuhr der Dax-Konzern einen hohen Verlust ein, der Umsatz sackte kräftig ab, teilte Conti mit. Die operative Marge lag bei minus
9,6 Prozent vom Umsatz. Das heißt: Je 100 Euro Umsatz machte Conti rund 9,60 Euro Verlust.

Damit dürfte Continental einen operativen Verlust im oberen dreistelligen Millionenbereich eingefahren haben. Ein Jahr zuvor hatte Conti noch 868 Millionen Euro verdient. Der Umsatz schrumpfte auf 6,62 Milliarden Euro zusammen. Bereinigt um Zu- und Verkäufe sowie Wechselkurseffekte betrug der Rückgang damit nach Konzernangaben
39,8 Prozent.

 Nicht nur mit Autozulieferteilen hängt Conti von der Autoproduktion ab, sondern auch im Reifengeschäft für neue Autos. Am stärksten waren die Umsatzeinbrüche im Geschäft mit unter anderem Elektronik, Sensorik und Bremssystemen, aber auch in der Antriebssparte. dpa

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