Köln / dpa Die Angst um den Job dämpft die Kauflust, ergab eine Studie. Dies wird auch einige Zeit noch so bleiben.

Angesichts der Corona-Krise machen sich immer mehr Verbraucher Sorgen um ihren Arbeitsplatz. Das könnte zum Problem für eine Erholung der Konjunktur werden, wie aus einer vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW), der New Yorker Denkfabrik The Conference Board und dem Marktforschungsunternehmen Nielsen veröffentlichten Studie hervorgeht.

„Die Corona-Krise hat die Verbraucher in Deutschland in Schockstarre versetzt“, fasste das arbeitgebernahe Kölner Wirtschaftsinstitut die Ergebnisse der Umfrage zusammen. Vor allem die Einschätzung der eigenen Beschäftigungsperspektiven in den kommenden zwölf Monaten sei „geradezu implodiert“. Bewerteten im vierten Quartal 2019 noch 58 Prozent der befragtem Bundesbürger ihre Joblage als gut oder sehr gut, so waren es im 2. Quartal 2020 nur noch gut 28 Prozent.

Die Angst um den Job dämpft  die Konsumneigung bei vielen Bundesbürgern. Nur noch 40 Prozent gaben im zweiten Quartal an, dass es eine gute Zeit für Anschaffungen sei. Zum Vergleich: Vor sechs Monaten waren noch 48 Prozent dieser Meinung.

Gerade die Anschaffung von langlebigen Gebrauchsgütern könne verschoben werden – zum Leidwesen etwa der Autoindustrie und der Möbelproduzenten. Eine Rückkehr zu früheren Konsumniveaus sei deshalb durch die Lockerung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens allein nicht zu erwarten. dpa