Bei der Verteilung der Corona-Hilfsmilliarden aus Brüssel möchte Baden-Württemberg mölichst viele eigene Vorschläge umgesetzt sehen. Ein entsprechendes Schreiben haben Europaminister Guido Wolf und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (alle CDU) geschickt. In dem Brief listen sie die Wirtschaftsbereiche auf, in die Deutschlands Anteil an der 560 Milliarden Euro schweren „Aufbau- und Resilienzfazilität“ der EU ihrer Ansicht nach fließen sollte.

„Aus Sicht Baden-Württembergs sollten die in Deutschland zur Verfügung stehenden Mittel insbesondere dafür genutzt werden, um industrielle Transformationsprozesse zum Beispiel in der Automobilwirtschaft und im Maschinenbau zu unterstützen, die öffentlichen Mittel für Forschung und Entwicklung zu erhöhen und die Digitalisierung der Wirtschaft, der öffentlichen Verwaltung sowie der Justiz voranzutreiben“, heißt es in dem Schreiben.

Nötig seien ein „Innovationsschub“ bei Digitalisierung und wichtigen Zukunftstechnologien, eine klare Ausrichtung auf Nachhaltigkeit sowie die umfassende Beteiligung kleiner und mittlerer Betriebe. Außerdem müssten europäische Wertschöpfungsketten erschlossen und die Diversifizierung der Wirtschaft gesteigert werden. dpa