Nördlingen / Caroline Strang Sanierung nach der Insolvenz der Nördlinger Modemarke scheitert wegen der Corona-Krise.

Die Corona-Krise hat den Versuch der Nördlinger Modemarke Strenesse, sich nach einer Insolvenz im vergangenen Jahr zu sanieren, scheitern lassen. Trotz der positiven Umsatzentwicklung im ersten Jahresquartal, als die Restrukturierung nahezu abgeschlossen war, konnte die Strenesse New GmbH laut ihrer Pressesprecherin die Auswirkungen der Corona-Krise nicht kompensieren. Die Umsätze aus den Geschäften fielen wegen der wochenlangen Schließung weg, die Online-Umsätze konnten das nicht auffangen.

Die Luxusmarke, die unter anderem Bekleidung und Accessoires für Damen und Herren, Parfüm und Sonnenbrillen vertreibt, steckt schon seit längerem in der Krise und hat 2019 zum zweiten Mal Insolvenz angemeldet. Das hatte schon vorab Auswirkungen auf die Mitarbeiterzahl. Betroffen sind in Nördlingen von dem Aus noch rund 20 Mitarbeiter, insgesamt sind es 56.

Die meisten davon arbeiten in Strenesse-Läden in Frankfurt, Köln und Hamburg, wie Betriebsratsvorsitzender Rainer Dirrheimer dem Bayerischen Rundfunk sagte. Die ersten müssen Ende Oktober gehen, die übrigen bis Jahresende. Die Herbst- und die Winter-Kollektionen werden laut Pressemitteilung bis Ende des Jahres bei den Partnern, in den eigenen Läden, im Outlet-Store und online erhältlich sein. cast