Die Reisewarnung für die Inselgruppe der Kanaren trifft Veranstalter und Reisebüros hart. Der Deutsche Reiseverband DRV nannte die Warnung „nicht verhältnismäßig“, weil sich „die Infektionszahlen nur auf einige wenige Gebiete beschränken“.

Betroffen von höheren Infektionszahlen seien nur die Städte auf Gran Canaria und Teneriffa, teilte der DRV mit. „Risikogebiete sollten möglichst zielgenau und differenziert ausgewiesen werden.“

Dem DRV zufolge sind die Kanaren für die nächsten Wochen gut gebucht. Viele Kunden hätten nach der Reisewarnung für die Balearen auf die Kanaren umgebucht.

Die Kanarischen Inseln im Atlantik sind wegen der gestiegenen Zahl von Neuinfektionen als Risikogebiet eingestuft worden. Eine Reisewarnung ist zwar kein Reiseverbot, aber eine abschreckende Wirkung ist beabsichtigt. Die Warnung ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Große Veranstalter wie Tui und DER Touristik haben Reisen auf die Kanaren bis vorerst 12. September und 15. September abgesagt. Alltours überlässt den Urlaubern die Entscheidung. Die Kunden haben bis 15. September demnach die Wahl, ob sie die Reise antreten, umbuchen oder stornieren. dpa