Brüssel / dpa Hersteller hatten Einkaufspreise für die Chemikalie abgesprochen.

Die Wettbewerbshüter der EU haben gegen die Unternehmen Orbia, Clariant und Celanese eine Kartellstrafe in Höhe von insgesamt 260 Millionen Euro verhängt. Die Unternehmen hätten illegalerweise Informationen zu Einkaufspreisen für Ethylen ausgetauscht, teilte die zuständige EU-Vizekommissionspräsidentin Margrethe Vestager mit.

Ziel des Kartells sei es gewesen, die Preise für die unter anderem zur PVC-Herstellung verwendete Chemikalie zum Nachteil der Händler zu manipulieren. Betroffen seien Märkte in Belgien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden gewesen. Neben den Unternehmen Orbia (Mexiko), Clariant (Schweiz) und Celanese (USA) war nach Angaben der EU-Kommission auch der US-Konzern Westlake an dem Kartell beteiligt. Er geht allerdings straffrei aus, weil er die Absprachen an die Wettbewerbshüter meldete. dpa