Stuttgart / dpa Sieben von zehn jungen Unternehmen fürchten um ihre Existenz. Oft reicht die Liquidität nicht.

Die Coronakrise könnte nach Ansicht von Experten viele Start-ups im Südwesten in ihrer Existenz bedrohen. Vor einigen Wochen hat der Bundesverband Deutsche Startups eine Umfrage gemacht: Von 1000 befragten Jungfirmen setzten sich 70 Prozent mit einer bedrohten Existenz auseinander. Verbandspräsident Christian Miele: „Wir stehen vor einem Start-up-Sterben, wenn die versprochenen Hilfsmaßnahmen nicht schnell bei den Start-ups ankommen.“

Besonders betroffen sind Reise-, Event- und Catering Start-ups, sagt Peter Lennartz vom Prüfungsunternehmen EY aus Stuttgart. Essenslieferdienste oder Software-Start-ups könnten sich dagegen über eine größere Nachfrage freuen. Die Jungunternehmen erzielen oft keine Gewinne und sind auf die Unterstützung durch Investoren angewiesen.

Besonders problematisch sind nach Ansicht von Verbandspräsident Miele Liquiditätsprobleme bei den jungen Unternehmen. Wenn Umsätze wegbrechen und Investoren zurückhaltender werden, treffe das Start-ups mit wenigen Rücklagen besonders hart.

Lennartz vom Prüfungsunternehmen EY weist auf die Start-ups hin, die auf „frisches Geld“ angewiesen sind und sich in einer Präsentationsphase für Investoren befinden. dpa