London/München / dpa Der Dax-Konzern verliert seinen wichtigsten Partner für die Zukunft.

Der unter Manipulationsverdacht stehende Dax-Konzern Wirecard verliert wegen seines Bilanzskandals den wichtigsten Partner für große Zukunftsprojekte. Der japanische Softbank-Konzern beendet die Kooperation mit dem am Abgrund stehenden Bezahldienstleister aus dem Münchner Vorort Aschheim, wie es am Donnerstag in informierten Kreisen hieß.

Die im April 2019 verkündete Partnerschaft hatte zwei wesentliche Bestandteile: eine dreistellige Millioneninvestition der japaneischen Holding und die Vermittlung neuer Geschäftsmöglichkeiten, -partner und Kunden an das Münchner Unternehmen.

Unterdessen haben nach der Muttergesellschaft Wirecard AG nun fünf Tochterfirmen Insolvenz angemeldet. Wie das Münchner Amtsgericht mitteilte, ist auch für diese Firmen der Rechtsanwalt Michael Jaffé als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt. dpa