Frankfurt/Main / Verdienst von Vorstandsmitgliedern sinkt leicht. Doch erhalten sie im Schnitt 49-mal so viel wie Mitarbeiter.

Die Gewinne der 30 im Deutschen Aktienindex (Dax) gelisteten Konzerne sind 2019 im Schnitt um 15 Prozent gesunken, die Gehälter der Vorstände dagegen nur um 0,3 Prozent. Im Schnitt erhielten die Top-Manager 3,4 Millionen Euro und damit das 49fache ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Noch krasser ist das Verhältnis mit Blick auf die Vorstandschefs, denen durchschnittlich 5,3 Millionen Euro überwiesen wurde. Das sind die zentralen Ergebnisse der Vergütungsstudie, die die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) mit der TU München vorgelegt hat.

Spitzenreiter war – wie im Vorjahr – VW. Trotz eines Rückgangs um 8 Prozent betrug die Vergütung durchschnittlich 5,7 Millionen Euro je Vorstandsmitglied. Die Bezüge der Topetage waren damit 86 Mal höher als der durchschnittliche Personalaufwand pro Mitarbeiter im Konzern.

Die Vorstandschefs können sich zudem auf jährliche Pensionen von bis zu 1,5 Millionen Euro freuen, für die sie selbst keinen Cent an Beiträgen bezahlt haben. Und das bei einem Pensionseintrittsalter, das in der Regel bei 60 bis 62 liegt. Die höchsten Bezüge hatte VW-Vorstandschef Herbert Diess mit 9,85 Millionen Euro vor Stefan Oschmann vom Pharmakonzern Merck mit 8,45 und Joe Kaeser von Siemens mit 7,15 Millionen Euro. otr