Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will die Aufsicht von Finanzdienstleistern rasch umbauen lassen. Er schlug vor, dass Wirtschaftsprüfer nicht mehr so lange für ein Unternehmen tätig sein sollen wie bisher. Außerdem müsse es „eine bessere Trennung von Prüfung und Beratung“ geben.

Die Aufsichtsbehörden müssten mehr Befugnisse erhalten, forderte Scholz. Sie müssten „anlassloser und natürlich auch mit dem Risiko, dass das einen Reputationsschaden für ein Unternehmen hat“, Sonderprüfungen veranlassen können.

Seine Hoffnung sei, dass der vom Bundestag eingesetzte Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Skandal helfen werde, „dass wir die Reformen jetzt auch durchsetzen können und sie nicht verhindert werden“, sagte Scholz. Er sehe die Gefahr, dass Interessengruppen versuchen, die Entscheidungen zu verhindern. dpa