Berlin / dpa Um Gebäude energetisch auf den aktuellen Stand zu bringen, fehlen den Unternehmen die Mittel.

Die Wohnungswirtschaft fordert milliardenschwere staatliche Unterstützung für die energetische Gebäudesanierung. Der Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) geht davon aus, dass zwischen 6 und 10 Mrd. € Unterstützung nötig wären, wenn die Mietwohnungen energetisch saniert würden ohne dass die Mieter unter dem Strich mehr zahlen müssen. Die Kaltmiete würde zwar steigen, weil die Mieter einen Teil der Sanierungskosten tragen würden. Wegen Energiespareffekten würden sie aber geringere Heizkosten haben. Die Warmmiete bliebe also gleich.

Diese Sanierungen sind aus Sicht des GdW unter den aktuellen Bedingungen nicht zu stemmen. Der GdW beruft sich bei seinen Forderungen auf Berechnungen der bundeseigenen Deutsche Energie-Agentur (Dena) und des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI).

Im Gebäudesektor fielen im vergangenen Jahr nach vorläufigen Angaben des Umweltbundesamts 117 Mio. von insgesamt 866 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent an – in diese Einheit werden Treibhausgase oft umgerechnet, da Kohlendioxid (CO2) den größten Anteil hat. Gebäude hatten damit einen Anteil von 13,5 Prozent am gesamten deutschen Treibhausgas-Ausstoß. Bis 2030 soll der Ausstoß auf 72 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent sinken. dpa