Autodiebe haben im vergangenen Jahr 14 229 kaskoversicherte Pkw gestohlen und damit einen Schaden in Höhe von fast 280 Millionen Euro verursacht. Das geht aus dem Kfz-Diebstahlsreport des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Demnach sank die Zahl der gestohlenen Fahrzeuge um 5 Prozent, während der Schaden hoch blieb: Im Durchschnitt zahlten die Versicherer für jeden Diebstahl mehr als 19 600 Euro (minus 1 Prozent).

An der Spitze der gestohlenen Modelle lag die zweite Generation des BMW X6. Mit gleich fünf Modellreihen ist der japanische Hersteller Toyota unter den Top 10 vertreten. Hier finden sich neben SUV und dem Sportwagen GT86 auch die beiden Mittelklasse-Limousinen Prius+ und der CT200 der Toyota-Tochter Lexus.

Eine deutliche Verschiebung stellten die GDV-Statistiker beim Alter der gestohlenen Pkw fest: Die Diebe entwendeten weniger Neuwagen und dafür mehr Fahrzeuge, die zwischen zwei und drei Jahren alt waren. „Die Bemühungen der Autohersteller, ihre Keyless-Entry-Systeme sicherer zu machen, zahlen sich offenbar aus“, sagt GDV-Geschäftsführer Jörg Asmussen. Die regionalen Unterschiede sind groß: In Bayern und Baden-Württemberg wurden zusammen nicht halb so viele Autos gestohlen wie allein im Spitzenreiter Berlin. eb