München / dpa Neuwagen sind immer stärker motorisiert.

Der durchschnittliche Neuwagen im Jahr 2019 hatte 159 PS, in diesem Jahr (Januar bis Mai) sogar 166 PS. Zugleich sank der Anteil der Kleinwagen an den Neuzulassungen weiter von 20 auf 18 Prozent. Das hat der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer mitgeteilt.

Das ist ein Jahrzehnte alter Trend. Selbst in Krisenzeiten wie der Rezession nach der Wiedervereinigung 1993 und der Eurokrise 2012/13 waren PS-Zahlen der Neufahrzeuge gestiegen. Die einzige Ausnahme in den vergangenen 30 Jahren gab es laut Dudenhöffer 2009, als die Abwrackprämie den Anteil der Kleinwagen an den Neufahrzeugen auf 34 Prozent hochschnellen ließ und die durchschnittliche Motorleistung auf 118 PS sank.

Dudenhöffers Prognose: Die PS-Leistung wird steigen. Bei den aktuellen Spritpreisen sei der Anreiz gering, „das Auto eine Nummer kleiner zu kaufen“. dpa