Vor dem Autogipfel am Dienstag werden Forderung nach einem Staatseinstieg bei in Not geratenen Firmen aus der Branche laut. SPD-Chef Norbert Walter-Borjans, Grünen-Chefin Annalena Baerbock und IG Metall-Chef Jörg Hofmann sprachen sich für einen Mittelstandsfonds aus. Ohne eine neue Förderstrategie von Bund und Ländern fürchtet Bayerns Ministerpräsident Markus Söder um die Zukunft der deutschen Autoindustrie.

Die Autobranche sei „das Rückgrat unserer Industrie“, sagte Walter-Borjans dem Portal „T-online“. Der Blick müsse besonders auf die Autozulieferer gerichtet werden. Für sie trügen zwar „vor allem die Autohersteller Verantwortung“. „Die Politik kann aber mit Beteiligungsmodellen einen wichtigen Beitrag leisten, die mittelständische Struktur und die Innovationskraft samt der Standorte zu sichern.“

Baerbock und Hofmann forderten in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, dass die Politik über einen staatlichen Fonds als Eigentümer von Krisenfirmen einspringen müsse.

FDP-Fraktionsvize Michael Theurer kritisierte hingegen, SPD, Grüne und IG Metall würden den mittelständischen Autozulieferern und der Autoindustrie mit „Corona-Sozialismus“ und Verstaatlichungen einen „Bärendienst“ erweisen.  dpa