Stuttgart / Thomas Veitinger Der Digitalkonzern hat in sechs Wochen einen Schnelltest entwickelt zur Erkennung von Corona-Erkrankungen.

Ein Grund dafür, dass in Deutschland weniger Menschen an Corona sterben als in anderen Ländern, sind die häufigen Tests. Bosch hat nun eine Möglichkeit entwickelt, in nur 2,5 Stunden eine Infizierung anzuzeigen. Herkömmliche Überprüfungen dauern weitaus länger.

Der neue Test ist in sechs Wochen entwickelt worden und kostet jeweils „einen hohen zweistelligen Euro-Betrag“, teilt der Digitalkonzern mit. Ein dafür notwendiges Analysegerät ist für etwa 15 000 € zu haben und wird in manchen Arztpraxen, Krankenhäusern und Laboren bereits zur Bestimmung sexuell übertragbarer Infektionen eingesetzt. Es lassen sich auch 10 Atemwegserreger diagnostizieren.

„Im Kampf gegen das Coronavirus ist Zeit einer der entscheidenden Faktoren. Eine zuverlässige, schnelle Diagnose direkt vor Ort ohne Umwege ist der große Vorteil unserer Lösung“, sagt Bosch-Chef Volkmar Denner. Patienten erhalten schnell Gewissheit, Infizierte lassen sich umgehend isolieren.

Mit dem Analysegerät gelingt der Test von bis zu 10 Proben innerhalb von 24 Stunden, mit 100 Geräten entsprechend von bis zu 1000 am Tag. Aufgrund der dynamischen Ausbreitung des Virus sind Labore bereits stark ausgelastet. Nun werden weitere Testkapazitäten geschaffen.

Die dazu notwendige Probe wird wie bei anderen Tests auch über einen Abstrichtupfer aus Nase oder Rachen eines Patienten entnommen. Die Genauigkeit des Schnelltests soll bei mehr als 95 Prozent liegen und die Qualititätsstandards der Weltgesundheitsorganisation erfüllen. vt