Berlin / Hajo Zenker Der SUV-Boom geht weiter. Die beliebtesten Modelle sind aber gar keine riesigen Spritschlucker.

SUV und Geländewagen sind in Deutschland beliebt wie nie: Erstmals wurden mehr als eine Million dieser Fahrzeuge neu zugelassen. Das geht aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes für die ersten elf Monate hervor. Das entspricht einem Zulassungsplus von 18 Prozent. Allerdings zeigt der Blick in die Statistik auch: Längst nicht alle SUV (Sport Utility Vehicle, in etwa: sportliches Nutzfahrzeug) sind riesige, spritschluckende Monsterfahrzeuge, die unnötig Platz und Kraftstoff beanspruchen sowie Verkehrssicherheit und Klima schaden.

Denn ganz vorn im Segment liegen VW T-Roc, Ford Kuga, BMW X1, Skoda Karoq, Seat Ateca, Dacia Duster und Renault Captur. Allesamt Modelle, die sich zwischen vier und viereinhalb Metern Länge bewegen, also alles andere als riesengroß und durstig sind. Man könnte auch sagen: hochgelegte Golfs. Weil gerade Ältere, aber auch Familien den bequemen Einstieg und die Übersicht schätzen. Weshalb die Hersteller ihr SUV-Angebot ausweiten – und zwar nach unten.

Selbst bei Geländewagen, die das Amt separat ausweist, führt mit weitem Abstand der VW Tiguan, der ebenfalls unter 4,50 Metern Länge bleibt. Dagegen liegen die Zulassungszahlen für wirklich große Autos wie BMW X6, Audi Q7, Mercedes GLS, Jeep Grand Cherokee und Volvo XC90 im Minus. Hajo Zenker